Was sind neurodegenerative Erkrankungen?

Neurons with electrical impulses

Neurodegenerative Erkrankung“ ist ein Sammelbegriff für eine Reihe von Erkrankungen, die in erster Linie die Nervenzellen im menschlichen Gehirn betreffen.

Nervenzellen sind die Bausteine des Nervensystems, zu dem unter anderem das Gehirn und das Rückenmark gehören. Nervenzellen vermehren oder ersetzen sich in der Regel nicht selbst. Somit können beschädigte oder abgestorbene Nervenzellen vom Körper nicht erneuert werden. Zu den neurodegenerativen Erkrankungen gehören beispielsweise die Parkinson-, Alzheimer- und Huntington-Erkrankung.

Neurodegenerative Erkrankungen sind nicht heilbar. Sie schwächen die Gesundheit und führen zu einer fortschreitenden Degeneration und zum Tod der Nervenzellen. Die Folge sind Probleme mit der Bewegungskoordination (Ataxien) oder den mentalen Fähigkeiten (Demenzerkrankungen).

Demenzerkrankungen machen in Form der Alzheimer-Krankheit mit 60–70 % der Fälle den größten Anteil neurodegenerativer Erkrankungen aus.

JPND konzentriert sich auf die folgenden neurodegenerativen Erkrankungen:

  • Alzheimer-Erkrankung (AD) und andere Demenzerkrankungen
  • Parkinson-Erkrankung (PD) und PD-bezogene Störungen
  • Prionenerkrankungen
  • Motoneuronenerkrankungen (MND)
  • Huntington-Erkrankung (HD)
  • Spinozerebelläre Ataxie (SCA)
  • Spinale Muskelatrophie (SMA)